Kategorie: Uncategorized
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Nie wieder für alle – außer für Juden
Seit vor einigen Jahren das Buzzword kulturelle Aneignung populär wurde, wurde ich immer mal wieder gefragt, was ich davon halte. Ob das Tragen einer Kippa, der Gebrauch von jiddischen Wörtern oder das Kochen alter jüdischer Rezepte nicht auch problematisch sei, wenn die Person selbst nicht jüdisch ist.Ich habe das praktisch immer verneint. Zwar gibt es…
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Politische Ästhetik der Solidarität
Der Diskurs um den Nahostkonflikt macht deutlich, dass Solidarität häufig einer politischen Ästhetik entspringt. Dabei sollte sie einer universalistischen Logik folgen und konsistent sein. Man zeigt sich solidarisch mit marginalisierten Gruppen, da es moralisch richtig ist und zur Verbesserung gesellschaftlicher Umstände beiträgt. Ich als jüdischer Mann zeige mich solidarisch mit feministischen Bewegungen, weil der Kampf…
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Niemals Stress mit token jews
„Token“ nennt man ein Individuum, das zum Repräsentanten einer Gruppe auserkoren und zum Sprachrohr dieser gemacht wird. Im folgenden zu diskutierenden Beispiel passiert es bei Aussagen wie: „Ich als Jüdin kann versichern, xy ist kein Antisemit“ – Sprechortlogik. Diese Praxis unterliegt im Grunde selbst rassistischen Dynamiken, denn die Heterogenität einer oftmals marginalisierten Gruppe wird zugunsten…
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Das Judentum in der Islamischen Republik Iran
Zwischen formaler Anerkennung, struktureller Unterordnung und Antizionismus Die Feindschaft zwischen der Islamischen Republik Iran und dem Staat Israel besteht seit der Islamischen Revolution von 1979 und ist ein zentrales Element der iranischen Außen- und Ideologiepolitik. Israel gilt aus Sicht der iranischen Führung als illegitimer Staat und neben den USA, als Erzfeind. Umso überraschender – und…
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Das ist doch ein Witz, oder?
Warum ich Männer nur noch „Buben“ nenne Im ersten Moment meint man(n) vielleicht, es sei abwertend gemeint.Ist es auch – aber nicht gegenüber einem Geschlecht. Sondern gegenüber einer Haltung. Meine Absichten beruhen auf Selbstschutz und Selbstermächtigung. Wie können wir uns von jahrhundertealter, tief und vielfältig verankerten Denkweisen befreien?Es gibt sicherlich nicht die eine Lösung, dafür…
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What have we been up to?
2025 has felt like a year of renewal for the World Union of Jewish Students. Not just in the obvious, public-facing ways, but also in our quieter, more internal work that often goes unseen. Of course, there were campaigns, advocacy efforts, and moments where we proudly raised our voice. But just as important were our…
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Und dann?
Die erste Phase des Deals zwischen Israel und Hamas ist mittlerweile unterschrieben, womit ein Ende des Krieges eingeleitet werden soll.Die Push-Benachrichtigung war das Erste, was ich am Donnerstagmorgen sah. Das letzte Mal, als ein Deal angekündigt wurde, war ich deutlich skeptischer. Dieses Mal fühlt es sich anders an. Natürlich bin ich immer noch skeptisch –…
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Ein Appell: Wer ist wirklich Ally?
Ich denke an Männer, die unter dem Label „Feminist“ in Podcasts sitzen, wo sie erklären, wie sie mit Nagellack Solidarität zeigen – und sie diesen für Businessmeetings abmachen. Frauen können ihre Identität nicht einfach mit Aceton von den Fingernägeln reiben. Und genau das ist es, was Allys von Betroffenen unterscheidet. Beim Thema ME/CFS sind Betroffene…
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Queer Jewish Artists in the Archive- Passing the Paintbrush
*DE UNTEN* by Hani Esther Indictor Portner (they/them) Published 16.10.2025 I was blessed to receive an arts education early in my life from my grandma, the poet and editor Dinah Berland, and the H in my name is for my great-grandma Helen Berland, a prolific oil painter. When at 12, I came out as queer…
