Kategorie: chuzpe & politik

  • Kampf für Frieden – ein Oxymoron, das keins ist –

    Kampf für Frieden – ein Oxymoron, das keins ist –

    und warum eine funktionierende Bundeswehr auch eine Wehrpflicht für Frauen bedeuten müsste Frieden ist ein Wort, das gerade in letzter Zeit viel zu oft genutzt wird, ohne dass es wirklich verstanden wird. Ähnlich wie die Demokratie ist es ein Zustand, der aktiv geschützt und verteidigt werden muss. Für Frieden zu kämpfen bedeutet, anzuerkennen, dass Frieden…

  • Mehr Antisemitismus wagen!

    Mehr Antisemitismus wagen!

    Durch mein Mandat bei der JSUD haben sich die prägenden Antisemitismuserfahrungen in meinem Leben verändert. Es kommt nicht mehr so häufig vor, dass ich an der Universität erkannt, gedoxxt oder direkt bedroht werde, auch weil ich durch meine Arbeit bei der JSUD schlicht keine Zeit mehr habe und dort derzeit nicht aktiv bin. Dafür erlebe…

  • Nie wieder für alle – außer für Juden

    Nie wieder für alle – außer für Juden

    Seit vor einigen Jahren das Buzzword kulturelle Aneignung populär wurde, wurde ich immer mal wieder gefragt, was ich davon halte. Ob das Tragen einer Kippa, der Gebrauch von jiddischen Wörtern oder das Kochen alter jüdischer Rezepte nicht auch problematisch sei, wenn die Person selbst nicht jüdisch ist.Ich habe das praktisch immer verneint. Zwar gibt es…

  • Politische Ästhetik der Solidarität

    Politische Ästhetik der Solidarität

    Der Diskurs um den Nahostkonflikt macht deutlich, dass Solidarität häufig einer politischen Ästhetik entspringt. Dabei sollte sie einer universalistischen Logik folgen und konsistent sein. Man zeigt sich solidarisch mit marginalisierten Gruppen, da es moralisch richtig ist und zur Verbesserung gesellschaftlicher Umstände beiträgt. Ich als jüdischer Mann zeige mich solidarisch mit feministischen Bewegungen, weil der Kampf…

  • Niemals Stress mit token jews

    Niemals Stress mit token jews

    „Token“ nennt man ein Individuum, das zum Repräsentanten einer Gruppe auserkoren und zum Sprachrohr dieser gemacht wird. Im folgenden zu diskutierenden Beispiel passiert es bei Aussagen wie: „Ich als Jüdin kann versichern, xy ist kein Antisemit“ – Sprechortlogik. Diese Praxis unterliegt im Grunde selbst rassistischen Dynamiken, denn die Heterogenität einer oftmals marginalisierten Gruppe wird zugunsten…

  • Die Linke und Antisemitismus

    Die Linke und Antisemitismus

    Am 10. Mai 2025 erkannte Die Linke die Jerusalem Erklärung als „tragfähige Antisemitismusdefinition“ an. Mein Problem liegt weniger im Inhalt. Mir ist nicht die Verwendung der IHRA-Definition wichtig. Vielmehr fehlen mir die konkreten Vorschläge zur Bekämpfung von Antisemitismus. Bis auf ein Antisemitism Bad! geschieht nicht besonders viel. In einem Folgebeschluss vom 25. Mai 2025 mit…

  • Zwischen den Fronten

    Zwischen den Fronten

    Monatelang kam man in den deutschen Medien an einer Debatte kaum vorbei – einer Debatte, die es sogar schaffte, den Nahostkonflikt zeitweise in den medialen Hintergrund zu drängen. Ein solches Ereignis ist in Deutschland selten. Die Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht schaffte es jedoch, Woche für Woche in den größten Talkshows des Landes präsent…

  • Unser Wohl und Wehe und die Bundeswehr – eine jüdische Perspektive

    Unser Wohl und Wehe und die Bundeswehr – eine jüdische Perspektive

    Ich hatte vermutlich Glück. Ich konnte mit 17 Jahren anfangen zu studieren. Das habe ich  dem ehemaligen G8-Abitur und der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht zu verdanken. Die nun bevorstehenden Abiturjahrgänge werden wohl erst im Alter von 20 Jahren in Studium und  Ausbildung starten können.   Besser spät als nie. Deutschland ist sich der Notwendigkeit der eigenen  Verteidigungsfähigkeit…

  • Erinnerung unter Verdacht

    Erinnerung unter Verdacht

    Zur sprachlichen Gewalt gegen digitale Zeugenschaft im Projekt Eva Stories  Seit 2019 erzählt das Instagram-Projekt Eva Stories, entwickelt von Mati und Maya Kochavi, vom Leben der dreizehnjährigen ungarischen Jüdin Eva Heyman, deren Tagebuch nach ihrer Deportation und Ermordung in Auschwitz 1944 erhalten geblieben ist. Die audiovisuelle Umsetzung überträgt dieses historische Zeugnis in die Ästhetik sozialer…