Die Hohen Feiertage – Raum für HaSchem schaffen

Die Hohen Feiertage sind mehr als Tradition und festliche Rituale. Sie sind eine Einladung, innezuhalten und ehrlich zu fragen: Welchen Platz hat HaSchem in meinem Leben – und welchen möchte ich Ihm geben?

Zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur stehen nicht nur die Bilanz unseres Handelns und die Bitte um Vergebung im Mittelpunkt, sondern auch die bewusste Entscheidung, HaSchem wieder stärker in unseren Alltag zu lassen. Vielleicht hat sich über das Jahr Distanz eingeschlichen – durch Stress, Ablenkung oder eigene Zweifel. Diese Tage geben uns die Gelegenheit, diese Distanz zu verringern.

Die Gebete, das Fasten, die Zeit in der Gemeinschaft – all das sind Werkzeuge, um die Verbindung zu HaSchem zu stärken. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Aufrichtigkeit und den Willen, Ihm Raum zu geben: im Gebet, in unseren Entscheidungen, in unserem Umgang miteinander.

Möge dieses Jahr für uns alle ein Jahr sein, in dem wir HaSchem bewusst einen festen Platz geben – nicht nur an den Hohen Feiertagen, sondern jeden Tag.

Schana Towa u’Metuka

von Noam Quensel, Vorstandsmitglied der JSUD

Dieser Text erschien zuerst in der EDA III (September 2025).